AllgemeinRezensionen

„Nur“ eine Umarmung

„Liebe Irina, vielen vielen Dank von uns allen für deine wirklich schönen und treffenden Worte zu unserem Papa . Du hast über ihn genau so erzählt wie er war! Danke von Herzen für deine wundervollen Worte. Am liebsten hätte ich dich einfach mal in den Arm genommen und gedrückt dafür was ja leider grade nicht möglich ist. Danke auch dass du so einen weiten Weg auf dich genommen hast um unseren Papa zu verabschieden, das ist nicht selbstverständlich. Und nochmal ein ganz großes danke dass wir dein redenswerk auf Papier mitbekommen haben! „

Einfach einen in den Arm nehmen scheint leider immer noch so weit weg. Die Abschiede haben sich schlagartig gewandelt. Es beginnt nun eine neue Zeitrechnung „vor Corona“ und eine hoffentlich danach. Dieser Abstand zu den Angehörigen fällt mir enorm schwer. Ich trauere zwar nicht, jedoch fühle ich schließlich mit und halte die Tränen und die Trauer mit den Angehörigen aus. Eine Umarmung hilft da schon viel. Für beide Seiten. So manches Mal konnte ich eine Mutter, einen Vater oder die Kinder mit meinen offenen Armen am Grab auffangen und Trost schenken. Nun muss ich bewusst Abstand halten. Jedoch bauen meine Redenswerke Brücken. Brücken, welche mit jeder Zeile, Liebe und Trost immer noch zuverlässig über jedes noch so große Hindernis transportieren.

In so viele Herzen, wie nur möglich. Natürlich sind Trauerfeiern mit über 400 Trauernden nun nicht mehr möglich. Der geliebte Verstorbene wird nun wirklich im aller engsten Familienkreis verabschiedet. Doch ob ich vor 400 oder vor 4 Menschen die Trauerrede halte, macht für mich kein Unterschied. Jeder Verstorbene hat einen würdevollen mit ganz viel Liebe und Leben erfüllten Abschied verdient. Auch in der Zeitrechnung Corona.

Denn dafür schlägt mein Herz

Redenswerk

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